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Kotuntersuchung beim Geflügel (Hühner, Wachteln & Co.)

Kotuntersuchungen helfen dabei, einen möglichen Wurmbefall bei zu erkennen und richtig einzuschätzen. Ein positiver Befund bedeutet nicht automatisch, dass sofort entwurmt werden muss. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt immer vom Gesamtbild ab – zum Beispiel von Legeleistung, allgemeinem Gesundheitszustand oder Veränderungen im Bestand.
Es ist wichtig, dass die Tiere eine eigene Immunität gegenüber Parasiten entwickeln können. Eine natürliche Immunitätsentwicklung ist jedoch nur möglich, wenn das Immunsystem in einem gewissen Mass mit Parasiten in Kontakt kommt und dadurch lernt, angemessen zu reagieren. Eine ausgewogene Fütterung und gute Haltungsbedingungen stärken die Tiere zusätzlich und unterstützen ihre natürliche Widerstandskraft.

Saubere Stall- und Auslaufbereiche sind entscheidend, um eine übermässige Vermehrung von Parasiten zu verhindern.

Eine chemische Entwurmung sollte also nur dann erfolgen, wenn der Befall tatsächlich gesundheitsrelevant ist.

Da für Geflügel nur wenige Wirkstoffe zur Verfügung stehen, ist ein verantwortungsvoller und gezielter Einsatz besonders wichtig – auch mit Blick auf mögliche zukünftige Resistenzentwicklungen.

Anleitung zur Probeentnahme

1

Sammeln Sie in einem Gefäss etwa eine Handvoll frischer Kothäufchen aus verschiedenen Bereichen ein, sodass möglichst Proben von allen Tieren enthalten sind. Mischen Sie danach den Kot gründlich.

2

Greifen Sie danach mit einem Einmalhandschuh oder einem Robidogsäckli den Kot und stülpen Sie den Einmalhandschuh beziehungsweise das Robidogsäckli nach aussen um. Verknoten Sie die Hülle, sodass der Kot sicher eingeschlossen ist. 

Verpacken Sie die verschlossene Probe zusätzlich in zwei auslaufsichere Beutel (z.B. Ziplock-Beutel). 

Drucken Sie das entsprechende Auftragsformular und füllen Sie es vollständig aus.

Senden Sie das Auftragsformular mit den Proben zusammen von Sonntag bis Mittwoch, per A-Post, ein.

Wichtige Hinweise zur Probeentnahme​​

  • Senden Sie bei Aussentemperaturen unter -10°C oder über 30°C keine Proben ein

  • Bitte stellen Sie sicher, dass der ausgewählte Briefkasten noch am selben Tag geleert wird und die Probe, insbesondere im Sommer, nicht zu lange darin verweilt.

  • Beachten Sie unsere Öffnungszeiten

3

Die wichtigsten Endoparasiten des Huhns

Spulwurm (Ascaridia galli)

Zwischenwirt:

Präpatenz*:

Symptome:

Sonstiges:

ohne Zwischenwirt

5 - 10 Wochen

Durchfall, Abmagerung, blasse Dotter, Appetitminderung, Darmverschluss

Eier sind äusserst langlebig

Pfriemenschwänze (Heterakis gallinarum)

Zwischenwirt:

Präpatenz*:

Symptome:

Sonstiges:

ohne Zwischenwirt

3 - 5 Wochen

Durchfall, Appetitminderung, bei massivem Befall Abmagerung

Regenwurm als Stapelwirt, Überträger der Schwarzkopfkrankheit

Haarwürmer (Capillaria spp.)

Zwischenwirt:

Präpatenz*:

Symptome:

Sonstiges:

ohne Zwischenwirt oder Regenwürmer

3 - 4 Wochen

Durchfall, Abmagerung, Rückgang der Legeleistung

​-

Bandwürmer (verschiedene Arten)

Zwischenwirt:

Präpatenz*:

Symptome:

Sonstiges:

Schnecken, Insekten

2 - 3 Wochen

kaum Symptome

 

Bandwurmglieder sind im Kot gut sichtbar

*Zeitraum zwischen der Ansteckung mit dem Parasiten und dem Zeitpunkt, ab dem dessen Eier oder Larven im Kot nachweisbar sind

Hühner auf dem Bauernhof
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